153. Waldviertler-Energie-Stammtisch – Infoabend

Photovoltaik und Beteiligung-

Aktuelles zu Technik, Förderung und regionalen Finanzierungsmodellen

Wann: Donnerstag, 13. März 2014, 18:45Uhr

Wo: Pizzeria Venezia
Heidenreichsteiner Str. 14, A-3830 Waidhofen/Thaya, Tel. +43(2842)52123

18.45 Uhr Erfahrungsbericht: „Elektroauto in der Praxis“

19:30 Uhr Abendprogramm:

  • Regionalfunding, regional investieren und Ideen verwirklichen!

NR Ing. Mag. Werner Groiß, Regional Funding Gars

 

  • Photovoltaik: Technische Neuerungen, aktuelle Projekte und Förderempfehlungen

Robert Willfurth/Andreas Pasielak, Solarzelle Waldviertel

  • Aktuelles aus den Klima- und Energie-Modellregionen
  • Diskussion und Vernetzung

Die Einladung als PDF laden: 1403_WEST-PV+Beteiligung-Einladung

Es würde uns freuen, Sie/Dich beim Waldviertler Energie-Stammtisch begrüßen zu dürfen.

Wir möchten einladen, für die Anreise Fahrgemeinschaften zu bilden und helfen bei Bedarf gerne bezüglich Vermittlung.
Rufen Sie uns am besten an!

149. Waldviertler-Energie-Stammtisch – Infoabend

Energie-Beteiligungsprojekte –

Ernährung und ökologischer Fußabdruck

in Kooperation mit dem Wegwartehof und der Klima- und Energiemodellregion ASTEG

Wann: Donnerstag, 7. November 2013, ab 19.30 Uhr

Wo: in Merkenbrechts

am Wegwartehof, 3800 Göpfritz/Wild, Merkenbrechts 1, http://www.wegwartehof.at

  • Beteiligungsmodell Photovoltaikanlagen, Beispiel Wegwartehof (Brandner und Höritzauer)
  • Ökologischer Fußabdruck – was versteht man darunter (Brandner-Weiß)
  • Neue Modelle der Kooperation von Landwirtschaft und Konsumenten – CSA-Modell (Höritzauer)
  • Aktuelles aus den Klima- und Energie-Modellregionen
  • Diskussion und Vernetzung


Die Einladung als PDF laden: 1311_WEST-Einladung

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144. Waldviertler-Energie-Stammtisch – Infoabend

Kleinwasserkraft als Stromquelle

Dezentral und ökologisch!

Wann: Donnerstag, 6. Juni 2013, 19.30 Uhr
Wo: Gasthaus Riedmühle

A-3822 Karlstein an der Thaya, Riedmühle 60

18.30 Uhr: Besichtigung Wasserkraftschnecke der Gemeinde Thaya

Treffpunkt beim Kraftwerk an der Thaya, beim Friedhof rechts einbiegen und den Weg entlang der Straße ca. 100 m weiter, dann stark rechts abbiegen, wo die Leitplanken fehlen, dann ist es schon in Sichtweite.

19.30 Uhr: Abendprogramm in der Riedmühle

  • Besichtigung PV-Anlage und Kleinwasserkraftwerk
  • Fotos vom Wasserkraftwerk Riedmühle vor, während und nach der Revitalisierung

Reinhard Bentz, Riedmühle

  • Kleinwasserkraft an der Thaya

Andreas Pasielak, Sprecher Kleinwasserkraft Thayatal

  • Aktuelles aus der Klima- und Energie-Modellregion
  • Diskussion und Vernetzung
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WEST vom 11.4.2013

Ökologisch bauen und sanieren

Besichtigung und Infos für Private und Betriebe

Haimschlag: Der 142. Waldviertler Energie-Stammtisch fand am Donnerstag, den 11. April 2013 bei Hartl Haus in Haimschlag/Echsenbach statt. Besichtigung und Vorträge widmeten sich dem Thema Sanierung, ökologisch bauen, Firmen-PV und LED.
Rainer Miksche begrüßte die Besucher und führte durch das 2012 sanierte Fertighaus aus dem Jahr 1993. Hier wurde die Energiekennzahl von 75 kWh/m²a auf 23 kWh/m²a reduziert. Die neu installierte LED-Beleuchtung spart ca. 80 % Strom gegenüber früher. Damit ist dieses Gebäude nicht nur vorbildlich bzgl. Wärmedämmung, sondern auch in Bezug auf die Beleuchtung mit LED ein Vorzeigeobjekt.
Rund ein Viertel des im Werk benötigten Stroms liefert seit 2012 eine Photovoltaik-Anlage mit fast 100 kWp Leistung und einachsiger Nachführung, die über 120.000 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr erzeugt.
Gottfried Brandner vom Waldviertler Energie-Stammtisch berichtete zum Sanierungsscheck 2013, einem Direktzuschuss seitens des Umweltministeriums bei thermischer Sanierung, Heizungstausch, Solaranlage, …
Er wies darauf hin, dass es sich besonders lohnt, bis 30.6. einzureichen, denn bis dahin gilt der Konjunkturbonus, d.h. für Schnellentschlossene gibt es bis zu 10.300 Euro Direktzuschuss vom Bund bei Fertigstellung bis 31.3.2014.

Ulrich Küntzel von der Kllima- und Energie-Modellregion ASTEG berichtete über die Aktivitäten in der Modellregion, die von der LED-Einkaufsaktion über eine Heizungspumpentauschaktion bis hin zu Schulworkshops, PV-Anlagen und den Vorbereitungen zum Tag der Sonne reichen.

Nachdem der Beginn des Stammtisches auf 17 Uhr vorverlegt wurde, um interessierten Besuchern auch den abendlichen Vortrag zum Thema „optimale Heizung“ zu ermöglichen, wechselten die Stammtisch-Besucher kurz vor 20 Uhr ins Gasthaus Klang in Echsenbach

Mit dem Sanierungsscheck werden thermische Sanierungen von Häusern oder Wohnungen gefördert. Die Förderung beträgt bei umfassender Sanierung 20 Prozent der förderungsfähigen Kosten (maximal 5.000 Euro). Wer gleichzeitig das Wärmeerzeugungssystem z.B. auf Biomasse und Solar umstellt, kann zusätzlich bis zu 2.000 Euro bekommen. Für die Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen oder von Holzfenstern gibt es einen Zuschlag von jeweils 500 Euro. Die Ausstellung eines Energieausweises wird mit 300 Euro gefördert. Einreichungen sind bis zum 31. Dezember 2013 möglich.

Neu ist ein „Konjunkturbonus“ für Schnelle: Wer seinen Antrag bis zum 30. Juni 2013 stellt und alle Sanierungsmaßnahmen bis zum 31. März 2014 fertig stellt, für den erhöht sich die Förderung auf 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten. Damit kann man bis zu 10.300 Euro Direktzuschuss erhalten.

Rückfragehinweis:
Waldviertler Energie-Stammtisch, Renate Brandner-Weiß, Teamsprecherin +43 664/43 65 393, energiestammtisch@wvnet.at

Bundesförderung „Sanierungsscheck 2013“

Direktzuschuss zu folgenden Maßnahmen:

Maßnahme Bei Antragstellung bis 30.06.2013 und Fertigstellung aller Maßnahmen bis 31.03.2014   Bei Antragstellung ab 01.07.2013 bzw. Fertigstellung

aller Maßnahmen bis

31.12.2014

 

Umfassende Sanierung   7.000 Euro 5.000 Euro
Teilsanierung mit 30 % Einsparung des Heizwärmebedarfs  4.000 Euro 3.000 Euro
Teilsanierung mit 20 %  Einsparung des Heizwärmebedarfsoder

Einzelbaumaßnahme

– Oberste Geschoßdecke/Dach
– Fenster/Außentüren

 

3.000 Euro 2.000 Euro
Umstellung WärmeerzeugungssystemSolaranlagen
Holz-Zentralheizungen
Wärmepumpen
Nah/Fernwärme

Förderung nur bei gut gedämmten Häusern oder in Verbindung mit einer oben genannten Sanierungsmaßnahme

2.000 Euro 2.000 Euro

Zusatzförderungen:

1)     500 Euro bei Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen oder mit Umweltzeichen

2)     500 Euro bei Verwendung von Holzfenstern

3)     300 Euro für den Energieausweis  (ist notwendig für das Förderansuchen)

Die Förderung kann zusätzlich zur Landesförderung „Eigenheimsanierung“ beantragt werden.

Details Förderrichtlinien „Sanierungsscheck_2013“, www. umweltfoerderung.at

Kontakt: Serviceteam Sanierungsscheck
T: 01/31631-264

Aller guten Dinge sind drei!

Aller guten Dinge sind drei!

Zu Frühlingsbeginn geht die „Solarstrom-Beteiligung“ am Wegwartehof in die nächste Runde.

Am Wegwartehof sind bereits zwei Anlagen, die die Energie der Sonne nutzen über Beteiligungen finanziert worden (Solarwärme zum Kräutertrocknen 2007 und Solarstrom für einen Teil der Kühlung 2010).

Das dritte Projekt wurde wieder gemeinsam mit dem Waldviertler Energie-Stammtisch und der Solarzelle Waldviertel entwickelt. Dabei geht es um eine weitere Solarstromanlage am Wegwartehof. Diese soll die Sonnenenergie auf über 100 Quadratmeter Dachfläche nutzen und soll so schnell wie möglich errichtet werden.

„MIT DER SONNE AUFS RICHTIGE PFERD SETZEN“

Das ist der Slogan des Projekts. Zusammen mit der bereits bestehenden 5kW-Solarstromanlage, erzeugt der Wegwartehof dann pro Jahr über 20.000 Kilowatttstunden und damit mehr als er selbst verbraucht.

Mit dem Sonnenstrom-Gutschein kann jede(r) von uns dazu beitragen, Strom besonders umweltfreundlich, nämlich direkt aus dem Tageslicht zu produzieren und gleichzeitig auch selbst profitieren, und zwar nach dem Motto: „Sonnenstrom ernten und regional und klimaschonend genießen!“

Ein Teil der „Beteiligungen“ ist bereits vergeben, aber wer  kann – derzeit – noch mitmachen bei der Sonnenstrom-Ernte und dann 10 Jahre besonders günstig einkaufen und genießen!

Mit 200 Euro ist man dabei. Als Rückzahlung winken in Summe 330 Euro in Form von Einkaufsgutscheinen. So vielfältig wie der Wegwartehof selbst ist, so vielfältig sind die Möglichkeiten, wie man die Gutscheine einlösen kann, z.B.:

  •  für feinstes Kräutersalz
  • für köstliche Stutenmilch-Schokolade
  • für Reitwochen oder -tage
  • für Bio-Stutenmilch-Kosmetik

.… Und einkaufen kann man nicht nur vor Ort im Hofladen, sondern auch bequem – sozusagen immer und überall – über den Onlineshop

Kontakt und Information: 02825/7248 – http://www.wegwartehof.at —www.energiestammtisch.at.tt – 0664/43 65 393 Wegwartehof, Stutenmilch & Kräutermanufaktur, 3800 Merkenbrechts 1

WEST vom 14.2.2013

Photovoltaik als zentrale Säule der regionalen Energieversorgung

Klimaschutz, Speichermöglichkeiten, Beteiligungsprojekte

Waidhofen/Thaya: Rund 30 Interessierte nutzten die Chance zur umfassenden Information bezüglich Solarstrom beim 140. Waldviertler Energie-Stammtisch am Donnerstag, den 14. Februar 2012 in der Aula der BHAK und BHAS Waidhofen/Thaya.

Dabei ging es um Photovoltaik als zentrale Säule der regionalen Energieversorgung, Solarstrombeteiligungsprojekte im Waldviertel und Aktuelles aus den Waldviertler Klima- und Energie-Modellregionen. Natürlich war auch Zeit für Fragen, Diskussion und Vernetzung reserviert.

WEST HAK WT PV 14.2.2013   (2)Wolfgang Löser hielt das Hauptreferat und zeigte anschaulich und mit beeindruckenden Beispielen, wie sich aus der Kombination von sinnvoller Energienutzung (Energieeffizienz) und den Erneuerbaren eine sehr gute Energieversorgung sicherstellen lässt. Er betonte ebenso, dass es dabei um die jeweils regional beste Kombination der erneuerbaren Quellen geht, und die Nutzung von Sonne und Windkraft dabei eine herausragende Rolle spielt.

Erwin Hohl, Inhaber eines Elektrotechnikunternehmens stellte das Produkt Solaredge und seine Verwendungsmöglichkeiten vor. Damit ist die Einzelsteuerung jedes einzelnen PV-Moduls möglich. Dies bedeutet eine Ertragsoptimierung in vielen Fällen, z.B. bei Ost-West-Lage, teilweiser Schneelage, aber auch für die Nutzung von Dächern mit Rauchfängen oder anderen Aufbauten, Teilverschattungen durch Nachbargebäude, stark gegliederte Dächer in verschiedene Himmelsrichtungen, u.Ä.

Erwin Hohl ist Partner des regionalen Anbieters Solarzelle Waldviertel. Von dort gab es die Information, dass aktuell z.B. steirische Module des Erzeugers PVP besonders preisgünstig am Markt sind.WEST HAK WT PV 14.2.2013 (12)

Gottfried Brandner, Energieagentur der Regionen, informierte über die Fördermöglichkeiten, Beteiligungsmöglichkeiten und Aktuelles aus den Klima- und Energie-Modellregionen. Er betonte, dass es aufgrund der relativ komplexen Regelungen und geringen Budgets auch wichtig ist, einfach Nervenstärke zu zeigen und jedenfalls einzureichen, um der Politik auch zu signalisieren, dass die Bevölkerung diesen Weg sehr wohl gehen will.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Solarstrom einfach eine interessante Energiequelle ist und es sich lohnt, dieses Thema weiter zu verfolgen, auch wenn die Fördersituation in Österreich nicht besonders übersichtlich und langfristig planbar ist. Nicht zuletzt beim Energie-Stammtisch kann man sich immer aktuell informieren und Erfahrungen austauschen.

140. Waldviertler-Energie-Stammtisch – Infoabend

Photovoltaik!

Dezentrale Energiequelle für fast jeden Standort

Wann: Donnerstag, 14. Februar 2013, 19.30 Uhr

Wo: in der BHAK und BHAS Waidhofen/Thaya, 3830 Waidhofen/Thaya, Vitiser Straße 17

19:30 Uhr: Vorträge und Diskussion zu folgenden Themen:

  • Photovoltaik – zentrales Element für dezentrale Versorgung!

Wolfgang Löser, Energieautarker Bauernhof, Streitdorf

  • Technische Entwicklung und Marktüberblick

Robert Willfurth, Solarzelle Waldviertel, Waidhofen/Thaya

  • Praxisbericht: PV-Anlagen mit Niederspannung (Solar Edge)

Praxisbericht Erwin Hohl, Elektro Hohl, Gr. Sierning

  • Förderungen und Beteiligungsmöglichkeiten

Gottfried Brandner, Energieagentur der Regionen

 

und

  • Was gibt es Neues in den Klima- und Energie-Modellregionen?
  • Diskussion und Vernetzung
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WEST vom 8.11.2012

Österreich atomstromfrei!?

Vision und Realität

Waidhofen/Thaya: Der 137. Waldviertler Energie-Stammtisch widmete sich am Donnerstag, den 8. November 2012 dem Thema „Atomstrom in Österreich“. Anhand der aktuellen Daten zum österreichischen Strombedarf und der dazugehörigen Aufbringung wurde auch aufgezeigt, was jeder einzelne zur Verbesserung beitragen kann.

Renate Brandner-Weiß vom Energie-Stammtisch-Team berichtete über den vor Kurzem veröffentlichten Stromkennzeichnungsbericht der Regulierungsbehörde E-Control. Sie brachte aktuelle Zahlen zur Frage, wie in Österreich Strom produziert wird und zeigte auf, dass es große Unterschiede zwischen den erfassten 47 Stromversorgern betreffend Atomstromhandel und Treibhausgasausstoß gibt: Während die Lieferanten von Strom aus erneuerbaren Energiequellen in der Produktion des Stroms keine Umweltauswirkungen im Sinne von CO2-Emissionen oder Atommüll verursachen, bewegt sich die Höhe der CO2-Emissionen von knapp 25 Gramm pro Kilowattstunde bis zu über 700! und Ähnliches gilt für radioaktiven Abfall (0,1 bis 0,7 mg).

Der zweite Referent war Reinhard Uhrig von Global 2000 und zwar zum Thema „Atomstrom in Österreich und wie wir ihn loswerden!“ Er zeigte auf, dass im ersten Schritt durch die im April beim Atomstromgipfel beschlossene lückenlose Kennzeichnung des in Österreich gehandelten Stroms der erste Schritt in Richtung Atomstrom-Stopp passiert. Der zweite Schritt wird die Abgabe von Atomstrom durch eine Freiwillige Selbstverpflichtung der Energieversorgungsunternehmen unterbunden, keinen Atomstrom oder Atomstrom-Nachweise zu importieren. Das entsprechende Gesetz wird aktuell noch verhandelt, was sich als keine einfache Sache erweist.

Wenn Atomstrom von Österreich nicht mehr bezogen wird, dann heißt das, dass der Atomstrom-Markt um über 140 Mio. Euro kleiner wird und dies ist ein wichtiger Beitrag den Österreich hier leisten kann und soll. Denn wenn die gesicherte Abnahme von Atomstrom wegfällt, dann werden auch keine neuen Atomkraftwerke gebaut. Weiters berichtete er davon, dass das EU-weite Volksbegehren gegen Atomkraft weiter verfolgt wird und man es einfach online unter www.my-voice.eu unterstützen kann.

Peter Allen, zuständig für die Anti-Atom-Koordination des Landes NÖ, musste sich leider entschuldigen, sagte aber zu, dass er für Veranstaltungen zur Bürgerinformation auch in Zukunft gern zur Verfügung steht. Seitens des Landes NÖ wurden Anfang Oktober zwei Studien veröffentlicht und mit dem Ersuchen um Weiterverfolgung des Themas im Sinne der Nichtgefährdung der Bevölkerung an die Bundesregierung weitergegeben: Eine zur Erweiterung von Mochovce und eine zur Sicherheit von Dukovany. Beide sind auf der Landesseite einsehbar (www.noe.gv.at/Umwelt/Umweltschutz/Anti-Atom) verfügbar.

Irmgard Schmied von der Plattform Waldviertel atomkraftfrei, die erst vor einigen Tagen mit einem grenzüberschreitenden Preis für ihr Engagement im Anti-Atombereich ausgezeichnet wurde, war leider aus familiären Gründen verhindert. Beim Stammtisch waren drei 3 Vertreterinnen der Plattform anwesend, die aktuelle Informationen insbesondere zur Endlagersuche im grenznahen Raum (Wald- und Weinviertel) mitgebracht hatten.

Ansbert Sturm von der Modellregion Thayaland brachte aktuell Infos zum Heizungspumpentausch, zur Stromsparförderung und zum Stromsparwettbewerb.

Am 6. Dezember findet der nächste Infoabend des Energie-Stammtischs zum Thema „Ökologisch und klimafreundlich schenken – Energieeffiziente Geräte und Grüne Beteiligungen“ in Waidhofen statt, und zwar in der Pizzeria Venezia.

WEST vom 4.10.2012

Energieautarkie durch Nutzung von Wasser, Sonne und Biomasse

Erneuerbar und Erneuerbar und CO2-neutral wirtschaften

Kamegg: Der Waldviertler Energie-Stammtisch war am Donnerstag, den 4. Oktober 2012 zu Gast in der Hofstättermühle in Kamegg. Am Programm stand das Thema „Energieautark durch Kleinwasserkraft, Sonne und Biomassenutzung.“

Leopold Hofstätter begrüßte die Besucher und lud zu einem Rundgang ein, bei dem er beschrieb, wie er seinen Betrieb nach dem Hochwasser 2002 schrittweise und systematisch in Richtung Energieautarkie und Kreislaufwirtschaft weiterentwickelt hat. Interessant zu sehen waren vor allem die Details und die ausgeklügelte Technik des Kleinwasserkraftwerkes, das großteils automatisch läuft, sowie die Brikettierung der Dinkelspelzen und die dazugehörige Kesselanlage, die diese Briketts vollautomatisch verwerten kann und neben der Beheizung des Gebäudes, die Trocknung speist.

Nicht zuletzt durch die starke Betroffenheit durch das Kamp-Hochwasser 2002 hat Leopold Hofstätter sich zum Ziel gesetzt ein ökologisches Energiekonzept zu entwickeln, das er mit seiner Kombination von Solarwärme und -strom, sowie von Biomasse und Kleinwasserkraft realisiert hat. Die größte Investition im Energiebereich, die bzgl. der Produktion auch weit über die Eigenversorgung hinausgeht, ist die Nutzung der Kleinwasserkraft bei der bestehenden Wehranlage. Es ist seit 2011 in Betrieb.

Die Jahresproduktion an Strom beträgt rund 950.000 kWh und erfolgt über eine in Oberösterreich hergestellte Kaplanturbine (stehende Welle, doppelt reguliert, max. Leistung von 168 kW). Damit wird ein X-faches des am Standort benötigten Stroms erzeugt und im Vergleich zum österreichischen Strommix über 350 Tonnen Treibhausgase eingespart. Wenn man bedenkt, dass Österreich seit einigen Jahren Stromimporteur ist, dann könnte man auch die europäische Vergleichszahl hier berücksichtigen und man käme wohl auf mindestens 700 Tonnen an eingesparten Treibhausgasen.
Zieht man den Eigenbedarf von rund 90.000 Kilowattstunden ab, so ergibt sich eine Netzeinspeisung von rund 860.000 Kilowattstunden pro Jahr.
Damit wird zusätzlich zur Eigenversorgung ein Beitrag zur Umgestaltung des österreichischen Energiesystems, konkret des Bereichs Stromerzeugung, in Richtung zukunftsfähige Lösung geleistet.

Nach der Besichtigung ging es im Landgasthof Mann in Rosenburg mit Erich Jöbstl vom Gebietsbauamt IV der NÖ Landesregierung weiter. Er berichtete über die Wasserrahmenrichtlinie und gab einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten und Aspekte der Nutzung von Kleinwasserkraft,die von Thomas Waldhans, Energieberater und Modellregionsmanager (Waldviertler Kernland), der als Partner der Energieagentur der Regionen auch die Umsetzung des Kleinwasserkraftprojektes von Leopold Hofstätter begleitet hat.

Statt Andreas Pasielak, dem Sprecher der Kleinwasserkraft Thayatal, der leider aus beruflichen Gründen absagen musste, berichtete Lisa Dyk aus Raabs über die Situation an der Thaya. Aktuell ist neben anderen Projekten in der Gemeinde Thaya ein Kleinwasserkraftwerk in Bau und in der Dyk Mühle in Raabs– in Kombination mit dem Hochwasserschutz – eine Modernisierung mit Klappwehr, doppelt regulierter Kaplanturbine Turbine, Fischauf- und Fischabstiegshilfe in Planung.

Am 8. November findet der nächste Infoabend des Energie-Stammtischs zum Thema „Österreich atomstromfrei!? – Vision und Realität“ in Waidhofen statt, und zwar in der Pizzeria Venezia.

WEST vom 6.9.2012

Betrieblicher Klimaschutz in der Praxis

Firmengruppe Kastner zeigt gesellschaftliche Verantwortung

Zwettl: Der Waldviertler Energie-Stammtisch war am Donnerstag, den 6. September 2012 zu Gast bei der Firmengruppe KASTNER in Zwettl. Am Programm stand das Thema „Betrieblicher Klimaschutz und gesellschaftliche Verantwortung von Betrieben“. Dabei ging es um generelle Fragen und konkret um die Aktivitäten des Unternehmens Kastner.

Christof Kastner begrüßte die Stammtischgruppe und lud zu einem Rundgang ein, bei dem die große Vielfalt und Zahl der Waren, die ausgeklügelte Logistik und die Abläufe klar wurden.
Anschließend berichtete Mag. Herwig Gruber über die Aktivitäten zum Thema „Gesellschaftliche Verantwortung“. Das Thema Nachhaltigkeit spielt nicht nur bei Investitionen in Gebäude und Anlagen bzw. Fahrzeuge eine wichtige Rolle, sondern auch bei der optimalen Gestaltung des Arbeitsumfeldes der rund 250 Mitarbeiter am Standort in Zwettl. Seine Ausführungen wurden ergänzt durch Präsentationen von DI Lukas Schlosser und Wolfgang Huber, die für Logistik und Facility Management zuständig sind.

Beispielhaft für eine Fülle von Maßnahmen seien erwähnt der Zubau im Niedrigenergiestandard mit Einsatz von Tageslichtspots (Solatubes), die das Tageslicht in die Halle holen und damit den Beleuchtungsaufwand verringern,, die besonders effiziente neue Ammoniak-CO2-Kälteanlage, mit deren Abwärme, die Fußbodenheizung in der neuen Trockensortimenthalle betrieben wird, LED-Beleuchtung im Kühlraum für Molkereiprodukte, die rund 300 m² große Photovoltaikanlage mit einer Jahresproduktion von rund 43.000 kWh emissionsfreiem Sonnenstrom und das Bemühen, möglichst viel Auftragsvolumen in der Region zu vergeben, d.h. konkret, dass von den über 6 Mio. Euro Investition mehr als 70 % an niederösterreichische Unternehmen vergeben wurden.

Nach den Ausführungen seitens der Gastgeber rundete Ing. Otmar Schlager von der Energieagentur der Regionen, den Abend mit Hinweisen zu Hintergrund und Möglichkeiten von Klimaschutz in Betrieben ab. Alles in allem ein sehr spannender Abend, der mit intensivem Austausch und dem Entwickeln neuer Kooperationen und Projektideen zu Ende ging.

Am 4. Oktober findet der nächste Infoabend des Energie-Stammtischs zum Thema Kleinwasserkraft statt, und zwar in der Hofstättermühle in Kamegg bzw. anschließend im Landgasthaus Mann in Rosenburg.